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Raku ist eine ursprüngliche japanische Kunst aus dem 16. Jahrhundert. Sie ist der Tradition (Teezeremonie) und der fernöstlichen Philosophie verbunden. Beim Raku-Brand wird die vorgebrannte Keramik glasiert und bei etwa 900°C in einem Holz befeuerten und einem mit Gas befeuerten Ofen im Freien gebrannt.
Rotglühend aus dem Ofen genommen, bekommt sie durch den plötzlichen Temperaturschock ihr charakteristisches Craquele. Daraufhin wird die Keramik in Laub, Erde oder Sägespäne kurz vergraben und erhält so ihre besondere Eigenart: Der Kohlenstoff färbt dabei nichtglasierte Stellen und das Craquele schwarz. So kommt es besonders schön zur Geltung. Grüne oder blaue Glasuren können durch Sauerstoffentzug kupferfarben werden: Metalloxide werden zu metallisch glänzenden Oberflächen.
Durch die vielen, nicht von außen steuerbaren Einflüsse entstehen Einzelstücke, deren Aussehen und Farbe nicht reproduzierbar sind. So ist jedes Raku-Objekt ein Unikat und für sich einmalig.
(Text entnommen aus dem Programmheft der Volkshochschule Ludwigsburg 1/2008; der Text wurde teilweise erweitert.)
Beispiel: Craquele
Beim Craquele handelt es sich um feine Haarrisse in der Glasur, die sich durch den Kohlestoff der verbrennenden Sägespäne schwarz färben.

Beispiel: Metalloxide
Durch die Sägespäne werden die Flammen erstickt. Die Glasur erfährt durch den fehlenden Sauerstoff einen Reduktionsprozess.

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